• 25. September 2022 07:05

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Shell-CEO: Europas Gaskrise könnte mehrere Winter lang anhalten

VonChristian Schneider

Sep 1, 2022
Snowfall and stormy weather hits the island of Bornholm in the Baltic Sea, Denmark, February 9, 2021. Ritzau Scanpix/Pelle Rink via REUTERS

Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden des Großkonzerns Shell könnte Europa noch mehrere Winter lang um Gaslieferungen ringen, weil die Gaslieferungen aus Russland zu gering sind.

“Es kann gut sein, dass wir eine Reihe von Wintern haben werden, in denen wir irgendwie Lösungen finden müssen”, sagte der Vorstandsvorsitzende von Shell, Ben van Beurden, am Montag auf einer Konferenz in Norwegen, wie von Reuters berichtet.

Die Gas- und Strompreise in Europa erreichten in der vergangenen Woche täglich neue Rekorde, da die Erdgaslieferungen aus Russland vor dem Winter weiterhin begrenzt sind.

Die Energiepreise in Europa haben Rekorde gebrochen, nachdem der russische Gaskonzern Gazprom am 19. August angekündigt hatte, die Lieferungen über die Nord Stream nach Deutschland für drei Tage zwischen dem 31. August und dem 2. September einzustellen. Diese Ankündigung schürte erneut die Befürchtung, dass die Lieferungen über die Pipeline nach der dreitägigen ungeplanten Wartung Ende August weiter eingeschränkt oder ganz eingestellt werden könnten.

Die steigenden Energiepreise heizen die Inflation an und belasten Haushalte und Industrie in ganz Europa zusätzlich.

In Frankreich stiegen die Strompreise allein am Freitag um 13 % auf 1.000 Euro pro Megawattstunde – nach Schätzungen von Bloomberg zum ersten Mal überhaupt. Damit haben sich die französischen Strompreise im vergangenen Jahr verzehnfacht.

Abgesehen von den steigenden Gas- und Strompreisen im übrigen Europa wird Frankreichs Stromversorgung durch Ausfälle in einigen seiner Kernkraftwerke beeinträchtigt.

In Deutschland erreichten die Jahresstrompreise am Freitag ebenfalls einen Rekord von 840 Euro pro MWh und stiegen allein in der letzten Woche um 50 %.

In der vergangenen Woche stiegen die europäischen Benchmark-Gaspreise am niederländischen TTF-Hub um 40 %, da eine winterliche Angebotsverknappung befürchtet wurde.

In dieser Woche brach der Benchmark-Gaspreis am Montag im frühen Handel in Amsterdam um 16 % ein, nachdem Deutschland mitgeteilt hatte, dass sich seine Gasspeicher schneller füllen als bisher angenommen. Nach Angaben von Gas Infrastructure Europe waren die Gasspeicher in der EU am 28. August zu über 79 % gefüllt, die deutschen Speicher zu fast 83 %.

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